Cannoneer spielen zeitgenössischen Hardcore Punk. Irgendwie Old School und doch irgendwie auch nicht. Wären vor ein paar Jahren voll im Trend gewesen, mit ihrer Platte. Heute wohl nicht mehr ganz so. Große eigene Akzente oder Neuerungen darf man nicht erwarten. Cannoneer richten sich an die, die auf melodischen HC stehen. Ich muss gestehen, dass ich da nicht so die Zielgruppe bin. Der Promozettel lügt nicht. Die ähneln wirklich Just Went Black. Die leidende Stimme des Sängers gefällt mir gut. Da kommt schon Emotion rüber. Cannoneer sind meist flott unterwegs. Ein mehr vom Midtempo getragener Sound à la Carpathian würde das Ganze eigenständiger wirken lassen. Die einlullenden Melodien und der Gesangstil lassen mich auch an More Than Life denken. Das Zusammenspiel aus den emotionalen Vorträgen und melodischen Riffs funktioniert. Es funktioniert aber nicht so gut wie bei More Than Life, die denk ich auch als Vorbild hergehalten haben und Just Went Black sind die besseren Songwriter und haben die besseren Texte. Das soll nicht heißen das A Blackening Mind, An Empty Heart keinen Spaß macht, aber wenn man sich auf so beschränkte Pfade begibt, wo sich viele ähnlich klingende Bands tummeln, dann steigt auch der Anspruch. Cannoneers Interpretation haftet schon recht stark Durchschnittlichkeit an. Wer Fan von rockigem Pseudo-Old School – Modern Hardcore ist, hat damit ja vielleicht mehr Freude. Sympathisch find ich ja die nicht so fette Produktion. Das Etching der 12″ macht auch viel her. 5/10
Verfasst von: Victor | 16. Februar 2012
Cannoneer – “A Blackening Mind, An Empty Heart” (Rising Riot)
Veröffentlicht in daily moshpit | Schlagwörter: Cannoneer, Modern Hardcore
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